Da freute sich Sibylle Weischenberg beim Frühstücks TV auf
sat 1 am Donnerstag Morgen (13. März 2008) über die Transparenz, die Prinz
Albert gerade im Steuerdebakel an den Tag legen will. Natürlich hätte sie
zwar lieber eine Hochzeitsmeldung mit chicen Kleid für seine Freundin, aber
daß Prinz Albert die Steuerflüchtigen ausheben will, das freute sie sehr.
Datenschutz und Recht auf Privatsphäre und Bankengeheimnis sind Frau
Weischenberg also ein Greuel, dem Prinz wohl auch. Angeblich blättern
BND und Behörden Millionen Euro an Bakschisch für Informanten auf den Tisch.
Verdienen die Grimaldis damit ihr Einkommen? Mal eben die Reichen und Schönen
überall auf der Welt verpfeifen und dicke absahnen?
Dabei gibt es doch keine Steuern in der BRD vom Volk für
Bund und Länder. Steuern wurden schon 1955 abgeschafft, das erzählte sogar
Wolfgang Schäuble im letzten Jahr im Rahmen der EU, so steht es auch im
Grundgesetz im Artikel 106 Grundgesetz . Bund und Länder kommen für die
verschiedenen Steuern auf. Bis 1955 jedoch flossen Steuern vom Volk in die Säckerl
von Bund, Länder und Gemeinden, so stand es ursprünglich im alten
Grundgesetz.
Was quatscht der Prinz also da herum? Heißt es, das
Foto-Verbot, daß man seine Schwester Caroline nicht mehr ablichten darf, ist
auch null und nichtig, schließlich stehen die Grimaldis selber nicht für
Datenschutz, Recht auf Privatsphäre und Geheimnisse ein.
Daß man Grundrechte nicht wegnehmen darf, ist fester
Verfassungsbestandteil in der BRD. Die Abgabenordnung AO § 413 hat weder die
Wegnahme von Geld noch die Handlungsfreiheit eingeschränkt, daß heißt weder
Geld noch die Handlungsfreiheit (also das Ausfüllen von Formularen) darf eine
Finanzbehörde dem Volk nehmen. Also was quatscht Prinz Neugier da so rum,
gerade wenn sein Schwager Prinz Ernst August doch auch nicht so gerne mag,
wenn gequatscht wird. Was hat der denn so auf seinem Bank-Konto? Er ist doch
auch so ein Reicher, schließlich ist er Prinz.
Also kann man nur sagen, Foto-Safaristis ... Bilder frei auf
Prinz Albert und seine Familie ... natürlich sind Kinder ausgenommen, die
kann man nicht für die Fehler von Onkel und Papa verantwortlich machen. Denn
Privatsphäre und Bankengeheimnis stehen den bösen Reichen ja nicht zu, so
die einhellige Meinung der "großen" Presse.